Warum die Zwiebel die Möhre liebt..


Pflanzengemeinschaften und ihr Nutzen


Viele von uns kennen das vielleicht: Mit den richtigen Menschen an der Seite blühen wir so richtig auf, können zu Höchstleistungen kommen und haben Spaß an unserem Tun. Aber es gibt sie auch, die Menschen, die in unser Leben treten und uns Steine in den Weg legen, uns das Leben schwer machen.
Auch in der Pflanzenwelt gibt es Partnerschaften, die förderlich, aber auch hinderlich sind. Pflanzen die sich nicht ausstehen können oder total aufeinander stehen.

Die wohl bekannteste Pflanzenfreundschaft ist die zwischen Zwiebeln/Knoblauch und Möhren. Sie schützen sich gegenseitig vor schädlichen Fliegen und Pilzerkrankungen. Auch der Dill hilft der Möhre beim Keimen und steigert die Keimfähigkeit. Dem Lauch wiederrum hilft der Rettich gegen die Lauchfliege. Tomaten und Kohl, Salat und Gurken, Kohl und Lauch, Gurken und Kohl, Kartoffeln und Bohnen, Rote Beete und Salat und Kohlrabi finden sich auch sehr nett untereinander.

 

 Wer sich dagegen so gar nicht mag, sind zum Beispiel Tomaten und Gurken. Generell mögen sich Nachtschattengewächse nicht unbedingt als direkte Nachbarn und auch in der Fruchtfolge nicht. Salat und Sellerie, Erbsen und Bohnen, Zwiebeln und Kohl, finden sich auch nicht sehr sympathisch.

Oft sind es aber nicht nur Freundschaften, sondern auch richtige Kooperationen die Pflanzengemeinschaften eingehen können. Dazu zählen zum Beispiel Leguminosen.
Leguminosen sind Pflanzen, die an ihren Wurzeln Stickstoff einlagern, dieser Stickstoff steht dann wiederum anderen Pflanzen mit hohem Stickstoffbedarf zur Verfügung. Zu den Leguminosen zählen die Hülsenfrüchtler: Bohnen, Erbsen, Alexandrinerklee. Diese Leguminosen als Unterpflanzung an Starkzehrern kann diese beim Stickstoffbedarf unterstützen. Zu den Starkzehrern und somit zu Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf zählen beispielsweise viele Kohlarten, Gurken, Kürbisse, Zucchini und Tomaten.

Auch die Duftstoffe vieler Kräuter unterstützen den Kleingärtner bei der Pflanzengesundheit. Rosmarin vertreibt den Kohlweißling und die Möhrenfliege, Tagetes hilft gegen Nematoden, genauso die Ringelblume, die auch noch zur allgemeinen Bodengesundheit beiträgt. Lavendel schützt vor Ameisen, Basilikum vor Mehltau, das Bohnenkraut vor der schwarzen Bohnenlaus.
Ein wahrer Allrounder im Gemüsegarten ist dabei die Kapuzinerkresse.

 

 

Als Pflanze in der Familie der Kreuzblütler schmeckt sie den Kohlweißlingen besonders, und der Kohl wird verschont. Auch Läuse bevorzugen oft die Kapuzinerkresse und lassen andere Pflanzen in Ruhe.

Eine bunte Vielfalt im Garten ist also nicht nur schön für das Auge, sondern auch eine gute Unterstützung für die Pflanzen, den Pflanzenschutz und die Ernte. Und viele „Un“kräuter sind einfach nur tolle „Bei“kräuter. Viel Spaß beim Beobachten!

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