Was haben Gaia Ur-Erde und Torf (nicht) gemeinsam


Gaia Garten Blog Torffreie Gartenerde

 

Was also haben Gaia Ur-Erde und Torf gemeinsam bzw. nicht gemeinsam? Ganz einfach. Das eine ist in dem anderen nicht zu finden, denn Gaia Ur-Erde ist zu 100 % torffrei, doch beide bestehen aus 100 % natürlichen Zutaten ;)

In Zeiten immer weniger werdender Ökossyteme und aussterbender Tierarten wird der Schutz einzigartiger Biotope, wie der Moore, immer wichtiger und ein Verzicht auf Torf, und sei es nur im kleinen privaten kleiner Einblick in die wunderbare Welt der Moore und des Torfs und warum sie so gefährdet sind:

 

Wo kommt der Torf her? 

Torf ist die Grundsubstanz von Hochmooren. Heutzutage sind die viele der Hochmoore, vor allem in Zentraleuropa, trockengelegt. Bis ein Hochmoor zum Hochmoor geworden ist dauert es richtig lang – nicht über Jahre sondern Jahrhunderte und Jahrtausende. Ihren Ursprung der Entstehungsgeschichte von Hochmooren zurück auf die Eiszeit. Der Eispanzer hinterließ Spuren im Gesicht der Mutter Erde, die sich mit Wasser füllten und zu Lebensräumen wurden. Die Verlandung solcher Lebensräume führt auch heute noch zur Bildung von Niedermooren. Pflanzen treiben die Verlandung voran und wachsen erst am und dann im Wasser.

In diesem jungen Stadium ist das Niedermoor noch sehr nährstoffreich, das Grundwasser sorgt für einen hohen Säuregrad. Pflanzenteile die im Wasser absinken verrotten aber nicht, weil in dem stehenden Gewässer der Sauerstoff fehlt um das Pflanzenmaterial zu zersetzen. Besonders gut wachsen unter diesen Bedingungen Torfmoose, die an ihrer Basis schon vertorfen während sie in die Höhe wachsen.

Hier ein Bild des wuchernden Torfmooses:

Torfmoos, Sphagnum Fallax

Das Torfmoos wächst in Schichten immer höher, während die darunterliegenden Schichten unter Wasser geraten und damit absterben. Weil der Verrottungsprozess somit nie wirklich anfängt sind viele Bestandteile der Pflanzen immer noch vorhanden. Deshalb enthält die abgestorbene Torfschicht aber viele weiche Fasern, welche das Wasser gut speichern und wie ein Schwamm Luft gut zirkulieren lassen. Aus diesem Grund wachsen Moore extrem langsam – nur etwa einen Millimeter pro Jahr.

 

Und wo ist jetzt der Torf?

Beim Torf unterscheidet man nach dem Gehalt der organischen Substanz zwischen Weißtorf, Braun- und Schwarztorf. Vor allem der relativ Nährstoffarme Schwarztorf ist für die Erdindustrie von Bedeutung. Als sehr homogener Füllstoff ist er frei von störenden Unkrautsamen. Schließlich überlebt nicht mal das widerstandsfähigste Samenkorn den langwierigen Prozess der Humifizierung. Außerdem ist er weitgehend frei von Nährstoffen, ähnlich einem unbeschriebenen Blatt kann man leicht durch die Zugabe von chemischen Düngemitteln die unterschiedlichsten Nährstoffgehalte erzeugen.

Vor einigen hundert Jahren wurden viele Moore trocken gelegt und der Torf sogar zum Heizen verwendet. Inzwischen ist der Abbau industrialisiert worden heutzutage werden die Moore mit riesigen Maschinen abgebaut. Anschließend wird der Torf in Tüten verpackt und als besonders billige Blumen/Pflanzenerde verkauft.

 

Der Gaia Garten Blog

Kettenbagger Terex-Atlas Typ 190LC, ausgerüstet zum Torfabbau. 

Die industrielle Revolution hat den Abbau von torf enorm beschleunigt, in Minuten kann der Torf abgetragen werden. Doch der Entstehungsprozess von Torf bzw. von Hochmooren dauert immer noch Jahrhunderte und Jahrtausende. Heute sind die meisten Torfvorräte in Mitteleuropa aufgebraucht. Das Problem der Umweltzerstörung wird mittlerweile exportiert – nach Sibirien und Kanada. Erst in den letzten Jahrzehnten wurde die Bedeutung der Moore neu bewertet. Dennoch finden sich die Gärtner als die Hauptkonsumenten von Torf auf einem oberen Listenplatz wieder. Solange wirtschaftliche Interessen im Konflikt stehen bleibt der Artenschutz oft auf der Strecke und die wertvollen Lebensräume werden immer noch weggebuddelt . 

Um den leidtragenden ein Gesicht zu geben – hier ein paar der hochspezalisierten Bewohner zu denen eine Vielzahl von ohnehin gefährdete Arten gehören.

  

Zu den Moorbewohnern gehören

  
Der Gaia Garten BlogDer Moorfrosch, Rana arvalis
 
Der Gaia Garten Blog
Der Sonnentau, Drosera. Eine der wenigen heimischen fleischfressenden Pflanzen.
 
Der Gaia Garten Blog
Die Nordische Moosjungfer, Leucorrhinia rubicunda

Die Verwendung von Torf ist nicht nachhaltig und aus ökologischer Sicht nicht vertretbar. Aber Torf ist nicht unersetzbar, es gibt definitiv andere Möglichkeiten, welche hier kurz aufgezählt werden.

 

Es gibt gute Alternativen

Torf ist hinsichtlich seiner Eigenschaften der "ideale" Ausgangsstoff zur Herstellung von Erden und Substraten. Es gibt jedoch bereits gut funktionierende Alternativen, die weder die Moore der Vernichtung preisgeben noch unseren CO2 Gehalt in der Luft verstärken. Hierzu gehören die folgenden: 

Holz und Holzfasern

Rinde und Rindenhumus

Grünkompost

Prinien- und Kokosprodukte

Xylit oder Pflanzenkohle

 

Jedoch ist der Einsatz von Torf in Kultursubstraten immer noch sehr hoch. Im Zuge einer groß angelegten Studie der Commission II der International Peat Society im Jahre 2006 konnte ermittelt werden, dass dür die Herstellung von Kulturstubstraten in der EU ca. 77 % Torf verwendet wird. 

Schmilewski, G. (2008): Peat Covers 77 Percent of the Growing Media Produktion in the EU, PEATLANDS International 1/2008

(Quelle: https://www.warum-torf.info/torf-alternativen/einsatz-alternativer-ausgangsstoffe-in-europa, (1) Schmilewski: Peat Covers 77 Percent of the Growing Media Production in the EU, PEATLANDS International 1/2008, 2008 unter https://www.warum-torf.info/torf-alternativen/einsatz-alternativer-ausgangsstoffe-in-europa)  

In Deutschland verhält sich der %-Vergleich bei der Herstellung von Kultursubstraten noch krasser:

Industrieverband Garten e.V. 2009 von https://www.warum-torf.info/torf-alternativen/einsatz-alternativer-ausgangsstoffe-deutschland

(Quelle: Industrieverband Garten e.V. 2009 unter https://www.warum-torf.info/torf-alternativen/einsatz-alternativer-ausgangsstoffe-deutschland

Mehr interessante Informationen rund um den Torf findest du unter: https://www.warum-torf.info/ 

 

Unser Ansatz

Wir von Gaia haben zusammen mit Experten eine Substratmischung entwickelt, die ganz OHNE TORF auskommt - und zu 100 % aus biologischen, nachwachsenden Zutaten besteht. Dafür wurden wir auch mehrfach ausgezeichnet: mit dem "Natur im Garten" Gütesiegel, mit der Bio-Zertifizierung von "Biologisch Gärtnern" und mit der Listung bei Infoxgen für biologischen Anbau

 Gaia UrErde 100 % natürlich, bio und torffrei

 UR-ERDE, eine vollwertige Substratmischung ohne Torf

Die 100 % TORFFREIE Gaia Ur-Erde leistet damit ihren Beitrag, um die einzigartigen Moorlandschaften zu erhalten und bis zu  65 % CO2 einzusparen. Eine gute Sache, wie wir finden :)

 

Gaia Garten Blog Alternative zu Torf Doch nicht nur in der Erde steckt Torf

Auch Presstöpfchen, die gerade m Frühjahr oft in den Geschäften zu finden sind, die sich selber auflösen und die Pflanzananzucht so leicht machen sollen, sind oft aus Torf. Hierfür gibt es endlose Alternativmöglichkeiten. Will man die Töpfchen mit einpflanzen, kann man sich diese aus Papier, Klopapierrollen oder Eierschachteln machen. Ansonsten bieeten sich einfache Joghurtbecher, Tetrapaks oder die übrigen Blumentöpfe aus Kunststoff vom Vorjahr an. Einmal kurz umgedreht und draufgeklopft ist die Pflanze schnell entnommen und kann in den freien, offenen Boden entlassen werden. 

 

Du willst mehr über Gaia Ur-Erde und ihre Inhaltsstoffe und ihr weiteres großes Geheimnis erfahren? Hier geht es zu "Unsere Ur-Erde: Bio ist uns ein Anliegen" und "Das Geheimnis unserer Gartenerde"

 

Viel Spaß beim (Weiter)Lesen wünscht

Georgie von Gaia Garten Blog :)

0 Kommentare

  • Keine Kommentare vorhanden

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen