Tipps und Tricks rund ums Überwintern


Gaia Garten Blog Tipps für den Winter von Ur-ErdeDer erste Nachfrost hat bereits an die Tür geklopft und da wird es höchste Zeit die Balkon-, Terrassen- und Kübelpflanzen und Blumenkästen sowie den Garten winterfest zu machen. Hier erfährst du einiges über das richtige Überwintern - Wissen, dass von vielen tollen Gärtnern und Gärtnerinnen zusammen getragen wurde :) Danke. 

 

 1. Einjährig, mehrjährig, winterhart oder nicht - wer überwintert und wer nicht?

Viele Balkonpflanzen sind einjährige Blüher und damit aus den Balkonkästen nach ihrem Lebensjahr zu entfernen.

Mehrjährige Balkonblumen sowie auch Stauden und Gräser können gut in Blumentöpfen oder -kästen überwintern.

Bei winterharten Sorten hängt es vom Klima und der Witterung ab, die die Winterhärte einer Pflanze beeinflussen. Die angegebenen Werte sind oft nur Richtwerte, denn auch der Standort, die Überwinterungspraxis und die individuelle Pflanze gehören beim Winterfest machen berücksichtigt. Hier ist auch zu beachten, ob es sich um immergrüne Pflanzen handelt (die benötigen Licht auch während der Winterruhe) oder um welche, die ihre Blätter abwerfen (können auch mit wenig Licht auskommen)

Wer auf jedem Fall im Haus überwintern muss, sind alle südländischen Pflanzen und auch ostasiatische Gewächse, deren Blüte in die Winterzeit fällt.

 

2. Benötigte Utensilien

Gaia Garten Blog Tipps im  Winter von Ur-ErdeFür Pflanzen, die im Freien überwinter, benötigst du einige wichtige Utensilien. Hier eine kleine Checkliste, damit du alles zur Hand hast, wenn du mit der Arbeit startest: 

Gartenschere

Stroh, Tannenreisig, Mulch

Gartenvlies, Noppenfolie oder Jutesack

Holz- oder Styroporplatten

Schnur

 

3. Tipps und Tricks zum Überwintern von Kübelpflanzen draußen

Gaia Garten Blog Tipps im  Winter von Ur-ErdeMit diesen Tipps und Tricks geben sie ihren Pflanzen, die im Freien überwintern können, eine gute Chance durch die frostige Zeit zu kommen:

Die Schere kommt zum Einsatz: Bei den Pflanzen alte und verwelkte Blüten und Blätter vollständig entfernen. Je nach Pflanze kann auch um ein Drittel oder sogar die Hälfte zurückgeschnitten werden, damit sie nicht unnötig Energie in das Wachstum verschwendet – diese gilt auch für Pflanzen, die im Keller, in der Garage oder im Treppenhaus überwintern.

 

Gaia Garten Blog Tipps für den Winter von Ur-ErdeWintermäntel für Töpfe und Kästen: Zum größeren Schutz gegen den Frost – der v.a. ein Problem wird, wenn die Wurzelballen gefroren sind, da sie dann kein Wasser mehr aufnehmen können – empfiehlt es sich die Töpfe oder Kästen mit Gartenvlies, Noppenfolie oder Jute zu ummanteln. Hier ist jedoch darauf zu achten, dass Gießwasser noch immer ohne Probleme ablaufen kann. 

 

Kalte „Füße“ vermeiden: Auch der Frost, der von kalten Böden kommt, kann zu gefrorenen Wurzelballen führen. Aus dem Grund ist es empfehlenswert, die Kübel und Kästen auf Holz- oder Styroporplatten zu stellen.

 

Zur Ruhe betten: Winterharte Pflanzen freuen sich auf dem Balkon oder auf der Terrasse über einen gut geschützten Standort an der Hauswand und wenn sie dicht an dicht stehen. Dadurch haben die Witterungseinflüsse weniger Angriffsfläche. Dann mit Stroh, Tannenreisig oder auch Mulch gut abdecken. Hier ist es jedoch wichtig, dass immer noch genügend Luft an die Erde gelangen kann, also nicht mit dem Abdecken übertreiben.

 

Eine Mütze für Bäume und Sträucher: Bei kleineren Bäumen und Sträuchern ist es auch von Vorteil, diesen einen Jutesack überzustülpen und ihn am Stamm mit einer Schnur festzubinden.

 

Gaia  Garten Blog Tipps für den Winter von Ur-ErdeWeniger ist mehr: Vor allem beim Gießen passieren die meisten – und leider oft unwiederbringlichen – Pflegefehler. Die Pflanze befindet sich sozusagen im Winterschlaf und braucht daher weniger Wasser. Oft wird jedoch zu viel gegossen. Dies schädigt die Wurzeln aber oft dauerhaft. Gegossen werden sollte in trockenen Perioden, alle drei bis vier Wochen, je nach Pflanzenart. Bei einem gefrorenen Wurzelballen, der kein Wasser mehr aufnehmen kann, und kein Tauwetter ist in Sicht, kann man versuchen, diesen durch vorsichtiges Gießen mit warmem Wasser aufzutauen. An sich verzeihen die meisten Pflanzen zu wenig Gießen eher als nasse Füße in frostiger Umgebung.

 

4. Tipps und Tricks zum Überwintern von Kübelpflanzen im Keller, Treppenhaus, Garage, etc.

 

Beim Überwintern von nicht winterharten Sorten ist schon vor dem Kauf darauf zu achten, dass es Überwinterungsplätze gibt. Hier eignet sich v.a. ein Keller oder eine Garage mit kühlen, trockenen Temperaturen, Lüftungsmöglichkeiten und Lichteinfall oder auch ein Treppenhaus. 

 

Zurückschneiden und nach Parasiten schauen: Auch bei Kübelpflanzen, die im Haus überwintern, gilt es sie vorher von Blüten und Blättern zu befreien und zurückzuschneiden. Weiters ist es besonders wichtig, dass die Pflanzen vor dem Einwintern auf Parasiten und sonstige Schädlinge kontrolliert werden: 1. Sie schwächen die Pflanzen und greifen oft auf andere Nachbarpflanzen über und 2. Bereits geschwächte Pflanzen werden gerne von Bakterien heimgesucht. Zu hohe Temperaturen im Winterquartier und zu viel Gießwasser fördern den Parasitenbefall bzw. -ausbruch.

 

Gaia Garten Blog Tipps im  Winter von Ur-ErdeDas Verhältnis Licht und Wärme macht’s: Balkonpflanzen, aber auch nicht winterharte Sträucher und Gräser überwintern gerne an kühlen, aber frostfreien Orten. Hier kann es ruhig wenig Licht geben, da viele Pflanzen sich im „Winterschlaf“ befinden und auch einige Monate mit wenig Licht auskommen. Dies gilt vor allem für laubabwerfende Pflanzen. Bei immergrünen Pflanzen liegt der Fall jedoch anders. Hier wird Licht benötigt, auch während der Winterruhe. Hier ist ein heller Wintergarten mit viel Glas und wenigen Wänden ideal. Um das mangelnde Licht im Winter auszugleichen, können die Temperaturen heruntergefahren werden. Denn je kühler die Pflanzen stehen, desto mehr wird der Stoffwechsel der Pflanze heruntergefahren und umso weniger Wasser benötigt sie. Die Temperaturen – egal ob im Keller, im Wintergarten oder in der Garage - können niedrig sein, sollten aber 5-7 Grad nicht unterschreiten. Bei zu hohen Temperaturen treiben die Pflanzen meist in langen Trieben vorzeitig aus, die weder schön sind noch Kraft haben. An sich gilt, natürlich auf die individuelle Pflanzenart abgestimmt: je kühler der Raum, desto dunkler kann es sein – aber für ausreichende Durchlüftung sollte immer gesorgt sein. 

 

Die Krux mit dem Gießen im Winterquartier: Wie viel Wasser die Pflanzen im Winterquartier brauchen, bestimmt oft, ob sie den nächsten Frühling gut überleben oder nicht. Als Faustregel gilt: Je dunkler und kälter es ist, desto weniger Wasser brauchen sie. Pflanzen „verzeihen“ eher, dass sie zu wenig gegossen werden, als zu viel. Beim Übergießen werden leicht die Wurzeln geschädigt, und leider meist dauerhaft. Außerdem führt zu viel Gießen oft auch zu Parasitenbefall. Im schlimmsten Fall stehen die Wurzeln im Wasser und verfaulen. Ausgenommen hierbei sind natürlich die immergrünen Pflanzen, die aber auch mehr Licht und damit mehr Wasser benötigen.

 

5. Tipps und Tricks für einen winterfesten Garten

Gaia Garten Blog Tipps im  Winter von Ur-ErdeAuch im Garten will noch so einiges erledigt werden. Neben dem Einwintern oder vor Frost schützenden Maßnahmen für alle Kübel- und Kästenpflanzen, braucht auch der Garten noch ein bisschen Aufmerksamkeit:

Laubrechen: Als erste Vorboten des Herbstes und des Winters kommt das Laub von den Bäumen und Sträuchern. Hier empfiehlt es sich, liegendes Laub von Rasenflächen zu entfernen, damit die Grasnarben nicht unter dem faulenden Laub ersticken und im Frühjahr braune Kahlstellen bleiben. Unter Bäumen und auf Beeten können sie ruhig belassen werden, da sie hier eine gute natürliche Frost-Schutzschicht bilden und auch als Lebensraum und Überwinterungsmöglichkeit für kleine und größere Lebewesen dienen. Am besten wartet man mit dem Laubrechen, bis der erste Frost gekommen ist. Dann fallen meist auch die letzten Blätter von den Bäumen. Und am einfachsten geht dies natürlich mit dem Rasenmäher: Stellen sie ihn einfach auf die höchste Mähstufe ein und sammeln sie das Laub im Graskorb. Auch nicht zu vergessen: Dachrinnen von Laub befreien, damit diese nicht verstopfen. Mit einem Schutzgitter-System kann man die Dachrinnen von vorhinein vor dem Laubbefall schützen.

 

Gaia Garten Blog Tipps im  Winter von Ur-ErdeHerbstschnitt von Gehölzen, Hecken und Sträuchern: Eigentlich sollte der Baumschnitt bis Ende Oktober abgeschlossen sein, allerdings sollte damit bis Ende des Laubfalls gewartet werden, was sich je nach Witterung bis Ende November hinziehen kann. Abgeschnitten werden v.a. abgestorbene, kranke und sich überschneidende Äste. Bei der Hecke wird dünner und kleiner geschnitten, auch hier am besten mit den kranken und beschädigten Ästen beginnen. An sich ist es kein Problem auch erst im Frühling (bis März) zu schneiden. Einzige Ausnahme sind hier Ahorn, Walnuss und Birke, die nach Mitte November nicht mehr angefasst werden sollten, da sie sonst „bluten“.

 

Gaia Garten Blog Tipps im  Winter von Ur-ErdeGartenbeete winterfest machen: Meist ist die letzte Ernte bereits mit Ende Oktober eingefahren und die Beete sind gesäubert, gelockert und liegen brach. Als Überwinterungsmöglichkeit und zum Auflockern des Bodens kann auch Gründünger gepflanzt worden sein. Dieser Grünwuchs bleibt bis zum Frühling auf dem Beet und wird dann vor der Aussaat mit umgegraben. Bei brachliegenden Beeten empfiehlt es sich diese mit Reisig und Laub abzudecken – dafür kann auch gut der letzte Einsatz mit dem Rasenmäher dienen. Auch Rosen- und kleine Büsche werden mit Laub angehäufelt oder mit Laub am Wurzelansatz bedeckt, um sie vor dem Frost zu schützen.

 

Gaia Garten Blog Tipps im  Winter von Ur-ErdeGartenmöbel und Gartengeräte einwintern: Natürlich gehören auch Rasenmäher, Gartenschlauch und Co. eingewintert. Am besten in der Garage, im Keller oder im Gartenschuppen gereinigt, gewartet und witterungsgeschützt unterstellen. Das gleiche gilt für die Gartenmöbel und empfindliche Gartendekoration, damit sie im nächsten Frühjahr gleich zum Einsatz kommen können. Achtung: die Gießkannen nicht im hintersten Winkel verstecken, die wirst du zum Wässern deiner winterharten Gewächse auf der Terrasse oder für die Pflanzen im Keller oder der Garage benötigen.  

 

Gaia Garten Blog Tipps im  Winter von Ur-ErdeWasserleitungen und Brunnen: Vor dem ersten wirklichen Frost nicht vergessen, die Wasserleitungen zu leeren und die Wasseruhren vor dem Frost zu schützen. 

 

Gaia Garten Blog Tipps für den Winter von Ur-ErdeBlumenzwiebel engraben oder doch lieber ausgraben: Damit du dich im nächsten Jahr an den ersten Blüten des Jahres von Tulpe, Narzisse und Co erfreuen kannst, gilt es jetzt noch rasch die Frühlingsblüher in den Beeten zu vergraben. Bei frostempfindlichen Knollenpflanzen – wie z.B. der Dahlie – gehören hingegen die Knollen vor dem ersten Frost ausgegraben und an einen kühlen, trocknen Ort gelagert.

 

Gaia Garten Blog Tipps im  Winter von Ur-ErdeVögel und Insekten nicht vergessen: Stell doch ein Insektenhotel auf und hänge Vogelfutter-Spender an einen Baum und hilf damit den kleinen Helfern und gefiederten Freunden in deinem Garten gut über den Winter zu kommen 😊

 

Also, es gibt noch einiges zu tun, bevor der Garten und die Pflanzen in die wohlverdiente Winterruhe gehen können. Und es wird höchste Zeit, die letzten Arbeiten zur Sicherung der Pflanzen und Beete zu erledigen, denn die nächsten Nächte bringen Frost und der Winter streckt jetzt wirklich die ersten Finger aus 😉

 

Gaia Garten Blog Tipps im  Winter von Ur-Erde Viel Spaß und Freude bei den letzten wunderbaren Gartenarbeiten in diesem Jahr wünscht

Georgie von Gaia Garten Blog 

 

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