Gartenplanung: Die richtigen Pflanzengemeinschaften für einen gesunden Gemüsegarten


Gaia Garten-Blog Pflanzengemeinschaften für einen gesunden Garten

Wer kann denn da mit wem?

Viele von uns kennen das vielleicht: Mit den richtigen Menschen an der Seite blühen wir so richtig auf, können zu Höchstleistungen kommen und haben Spaß an unserem Tun. Auch in der Pflanzenwelt gibt es Partnerschaften, die förderlich sind. Manche Pflanzen ergänzen sich wunderbar, in dem sie gegenseitig Nährstoffe verfügbar machen oder sich mit Düften oder Ähnlichem gegen Schädlinge helfen. Die „falschen“ Kombinationen sorgen hingegen für kümmerliches Wachstum und Probleme.

 

Gaia Garten-Blog Pflanzengemeinschaften für einen gesunden Garten Wie funktioniert das genau?

Zum einen Mal sind oft Duftstoffe dafür verantwortlich, wenn Schädlinge ferngehalten werden. Die Schädlinge werden von manchen Düften abgeschreckt und meiden dieses Gebiet, so wie etwa bei der Pflanzung von Basilikum zwischen anderen Sorten.

Andere Pflanzengemeinschaften sorgen dafür, dass die Nährstoffe, welche die andere Pflanze braucht, besser oder überhaut verfügbar sind (Ein sehr gutes Beispiel hierfür ist z.B. Buchweizen, welcher Kalium aus dem Boden für Sellerie verfügbar macht).

 

Gaia Garten-Blog Pflanzengemeinschaften für einen gesunden Garten Wer hilft für was?

Mehrrettich unter Pfirsich und Kirsche gegen Kräuselkrankheit und Monilia
Knoblauch zwischen Erdbeeren und Rosen gegen Pilze und Bakterienbefall, Pfefferminze zwischen den Wein gegen Mehltau, Kerbel beim Salat gegen Läuse, Dill zwischen Möhren, rote Beete und Kohl, um Schädlinge fern zu halten, Basilikum bei Tomaten, Gurken und Kohl gegen die weiße Fliege und Mehltau

Auch die Duftstoffe vieler Kräuter unterstützen den Kleingärtner bei der Pflanzengesundheit. Rosmarin vertreibt den Kohlweißling und die Möhrenfliege, Tagetes hilft gegen Nematoden, genauso die Ringelblume, die auch noch zur allgemeinen Bodengesundheit beiträgt. Lavendel schützt vor Ameisen, Basilikum vor Mehltau, das Bohnenkraut vor der schwarzen Bohnenlaus. 

 

Gaia Garten-Blog Pflanzengemeinschaften für einen gesunden Garten Der Allrounder

Ein wahrer Allrounder im Gemüsegarten ist dabei die Kapuzinerkresse. Als Pflanze in der Familie der Kreuzblütler schmeckt sie den Kohlweißlingen besonders, und der Kohl wird verschont. Auch Läuse bevorzugen oft die Kapuzinerkresse und lassen andere Pflanzen in Ruhe.

 

Gaia Garten-Blog Pflanzengemeinschaften für einen gesunden Garten Wer sich mag

Die wohl bekannteste Pflanzenfreundschaft ist die zwischen Zwiebeln/Knoblauch und Karotten. Sie schützen sich gegenseitig vor schädlichen Fliegen und Pilzerkrankungen. Auch der Dill hilft der Karotte beim Keimen und steigert die Keimfähigkeit. Dem Lauch wiederrum hilft der Rettich gegen die Lauchfliege.

Tomaten und Kohl, Salat und Gurken, Kohl und Lauch, Gurken und Kohl, Kartoffeln und Bohnen, Rote Beete und Salat und Kohlrabi finden sich auch sehr nett untereinander. Weiters passen gut zusammen: Kartoffel mit allen Kohlarten sowie Kohlrabi und Spinat, Zwiebeln mit Erdbeeren, Kopfsalat und Karotten, Tomaten mit Knoblauch und Kohlrabi und Kopfsalat mit Lauch und Zwiebeln

 

Gaia Garten-Blog Pflanzengemeinschaften für einen gesunden Garten Wer sich nicht mag

Wer sich dagegen so gar nicht mag, sind zum Beispiel Tomaten und Gurken. Generell mögen sich Nachtschattengewächse nicht unbedingt als direkte Nachbarn und auch in der Fruchtfolge nicht. Salat und Sellerie, Erbsen und Bohnen, Zwiebeln und Kohl, finden sich auch nicht sehr sympathisch.

 

Gaia Garten-Blog Pflanzengemeinschaften für einen gesunden Garten Leguminosen und ihre Vorteile

Oft sind es aber nicht nur Freundschaften, sondern auch richtige Kooperationen die Pflanzengemeinschaften eingehen können. Dazu zählen zum Beispiel Leguminosen. Leguminosen sind Pflanzen, die an ihren Wurzeln Stickstoff einlagern. Dieser Stickstoff steht dann wiederum anderen Pflanzen mit hohem Stickstoffbedarf zur Verfügung. Zu den Leguminosen zählen die Hülsenfrüchtler: Bohnen, Erbsen, Alexandrinerklee. Diese Leguminosen als Unterpflanzung an Starkzehrern kann diese beim Stickstoffbedarf unterstützen. Zu den Starkzehrern und somit zu Pflanzen mit hohem Nährstoffbedarf zählen beispielsweise Kartoffeln, viele Kohlarten, Gurken, Kürbisse, Zucchini und Tomaten.

 

 Gaia Garten-Blog Pflanzengemeinschaften für einen gesunden Garten WICHTIG: Das Entscheidende ist immer eine große Vielfalt in seinem Garten zu haben. Monokulturen sind ein gefundenes Fressen für sämtliche Schädlinge und – seien wir ehrlich – nicht besonders hübsch anzusehen. Und natürlich schon gar nicht natürlich. Denn eine bunte Vielfalt im Garten ist nicht nur schön für das Auge, sondern auch eine gute Unterstützung für die Pflanzen, den Pflanzenschutz und die Ernte. Und viele „Un“kräuter sind einfach nur tolle „Bei“kräuter.

 

Ich wünsche dir viel Spaß und Erfolg beim Planen für eine glückliche Pflanzengemeinschaft!

Georgie von Gaia Garten-Blog

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